Coaching Nachhaltigkeit: 5 Tipps zur Transfersicherung

Ob nach einem Coaching das Gelernte umgesetzt wird oder die angestrebten Ziele (langfristig) weiter verfolgt werden, liegt primär in der Verantwortung des Klienten. Doch die alltäglichen Verpflichtungen, Ablenkungen, alte Verhaltensmuster oder inneren Widerstände etc. lassen die gewünschten Veränderungen oft scheitern. Welche Maßnahmen du als Coach treffen kannst, um die Nachhaltigkeit und Wirkung bei Coaching zu steigern, erfährst du in diesem Artikel. Außerdem zeige ich dir, wie dich das Online-Tool dranbleiben dabei unterstützt.

Transfersicherung wird bei Coaching häufig stiefmütterlich behandelt. Oft bleibt es bei den typischen Fragen (“Wen werden Sie wann informieren, ob Sie es erledigt haben?”) oder kurzen Follow-Up-Telefonaten. Zum Teil auch verständlich: Der Einfluss schwindet, sobald man nicht mehr in Kontakt ist.

Dieses Schattendasein ist jedoch unverständlich: Wenn ein Coaching nicht zu nachhaltigen Veränderungen führt, dann hat der Coachee immer noch keine (langfristige) Lösung gefunden. Doch das ist es ja, was uns als Coach antreibt: Menschen in Veränderungsprozessen begleiten, die zu den gewünschten Ergebnissen führen und mehr Erfolg und Erfüllung ins (berufliche) Leben bringen.

Natürlich hängt Transfererfolg von vielen Faktoren ab, die man als Coach nur eingeschränkt oder teils überhaupt nicht beeinflussen kann. Doch das Thema hat nach meiner Erfahrung noch viel mehr Potenzial, welches häufig nicht ausgeschöpft wird.

Als Einstieg und zur Inspiration stelle ich dir im folgenden eine Auswahl von verschiedenen Methoden und Möglichkeiten vor, wie du bei deinen Coachings die Nachhaltigkeit und Wirkung steigerst.

Das passende Online-Tool dazu: Jeder einzelne Tipp kann mit der Business Edition der Web-App dranbleiben umgesetzt werden, die ich für die Transfersicherung von Coachings, Trainings und Seminaren entwickelt habe (Übersicht über die Features als Infografik). Grundsätzlich funktionieren sie aber auch ohne dieses Tool.

Tipp 1: Ein System für das Verfolgen von Zielen und Umsetzungsschritten bereitstellen

Eines der Endprodukte eines Coachings sind für den Coachee häufig konkrete Ziele und (erste) Umsetzungsschritte, die man zusammen mit dem Coach erarbeitet hat. Zudem werden meistens Termine für die einzelnen Schritte definiert, die eine zusätzliche Verbindlichkeit schaffen.

Im Normalfall werden Ziele, Teilziele und Umsetzungsschritte auf einem Arbeitsblatt schriftlich fixiert. Das ist zwar einfach, hat aber einen Nachteil: So etwas verschwindet bekanntermaßen gerne in der (analogen oder digitalen) Schublade. Aus den Augen, aus dem Sinn.

Gib deinen Klienten daher ein System an die Hand, damit sie die Umsetzung eigenverantwortlich im Fokus behalten können und an die einzelnen Termine erinnert werden. Das „tote“ Arbeitsblatt in der Schublade wird dadurch lebendig. Vorteil: Die Umsetzung bleibt aktiv im Bewusstsein des Klienten.

Dazu kann man verschiedene Online-Tools und To-Do-Apps (häufig kostenlos) nutzen. Diese haben aber meistens den Nachteil, dass sie dafür nur bedingt entwickelt wurden und der Coachee diese selbst mit Zielen und Umsetzungsschritten füttern muss. Dies alleine ist für viele häufig schon der Grund, dass sie es nicht nutzen.

Die Web-App dranbleiben bietet u. a. auch so ein System, das genau auf diesen Anwendungsfall zugeschnitten ist. Zusätzlich hat es den Vorteil, dass du als Coach alles für deine Kunden vorbereiten kannst oder mit ihnen gemeinsam (online oder offline) erarbeitest. Anschließend werden die Ziele inklusive (erstem) Umsetzungsplan an deine Klienten übertragen und kommen so in die Eigenverantwortung.

Neben diesen zu erwartenden Features eines Ziele-Tools ist diese App zusätzlich noch voll mit verschiedenen Elementen, die die Nachhaltigkeit bei Coaching steigern. Inklusive emotionalen Features, wie ein Konfettiregen bei Erfolgen. 🙂

Tipp 2: Commitment fördern

Je verbindlicher sich Menschen für eine persönliche Veränderung oder ein Ziel einsetzen, egal was da an Hindernissen auf sie zukommt, umso erfolgreicher werden sie sein. Ist wirklich ein Commitment da, dann wird man selbst bei großen Schwierigkeiten nicht gleich die Flinte ins Korn werfen.

Dieses Commitment kannst du als Coach natürlich schon darin fördern, in dem du mit deinen Klienten genau die Ziele herausarbeitest, die ihnen wirklich am Herzen liegen. Dabei hilft es auch, die tiefere Motivation hinter dem Ziel bewusst zu machen, um die Verbindlichkeit auf der emotionalen Ebene nochmals zu stärken.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, die speziell für die Zeit nach dem Coaching hilfreich sind, um die Nachhaltigkeit zu fördern.

Möglichkeit 1: Vertrag mit sich selbst

Du kannst deinen Klienten anbieten, einen Vertrag mit sich selbst zu schließen. Hier sollte schriftlich fixiert werden, dass dein Kunde alles Notwendige tun wird, damit das gewünschte Ziel Realität wird. Und wie bei anderen Verträgen darf auch hier die Unterschrift nicht fehlen.

Bei der Web-App dranbleiben ist eine Online-Variante integriert. Wenn es später einmal schwierig wird, werden deine Klienten automatisch an diesen Vertrag erinnert, um das eigene Commitment zu stärken.

Möglichkeit 2: Videobotschaft an sich selbst

Im Setting eines 1:1-Coachings herrscht oft eine spezielle Energie, wenn der Klient sich mit dem beschäftigt, was für ihn wirklich von Bedeutung ist. Die Euphorie und die Offenheit für Neues können beflügeln. Doch im Alltag verpufft diese Energie häufig wieder schnell.

Was tun? Du könntest noch im Coaching ein Kurzvideo aufnehmen mit einer Videobotschaft deines Klienten an sich selbst. Der Inhalt orientiert sich an folgender Frage:

“Wie würden Sie sich zukünftig selbst motivieren, um sich für Ihr Ziel neu zu begeistern?”

Nach einer bestimmten Zeit (z. B. nach 3 Monaten) schickst du an deinen Kunden die Aufnahme dieses Videos. Dadurch wird er wieder an Emotionen aus dem Coaching andocken können und tankt neue Motivation, um weiter dran zu bleiben.

Tipp: Als einfache technische Lösung kann man das Video auf YouTube hochladen mit der Sichtbarkeit „privat“ und mit dem Google-Konto des Klienten verknüpfen. Dann ist es für niemand anderen sichtbar. Den Link zu diesem Video teilst du dann mit deinem Klienten.

Mit der dranbleiben Business Edition kann man dies als Impuls versenden, der nach einer bestimmten Zeit automatisch verschickt wird (siehe Tipp 3).

Möglichkeit 3: Fortschritte berichten 

Dies waren jetzt eher intrinsische Ansätze. Ein anderer Ansatz wäre, die eigene Verbindlichkeit zu steigern durch das Einbinden einer Vertrauensperson aus dem sozialen Umfeld. Dieser Person berichtet der Coachee regelmäßig über seine Fortschritte. Bei einer Studie (Gail Matthews, Dominican University San Rafael) erreichten damit 76 % ihr Ziel.

Mit dem Online-Tool dranbleiben lässt sich dies mit Struktur, Erinnerungsfunktion und datenschutzkonform umsetzen. Im Setting eines Gruppen-Coachings können sich darüber auch zwei Teilnehmer gegenseitig unterstützen.

Tipp 3: Regelmäßige Impulse geben

Die gewünschten Veränderungen passieren nicht im Coaching, sie passieren im täglichen Leben. In kleinen Schritten und mit Ausdauer. Damit deine Klienten das Gefühl haben, dass sie hier nicht ganz alleine auf sich gestellt sind, kannst du ihnen durch verschiedene Impulse Begleitung schenken.

Im folgenden findest du dazu ein paar Ideen, wie solche Impulse aussehen können, die die Nachhaltigkeit bei Coaching fördern.

Möglichkeit 1: Erinnerung an Erkenntnisse aus Coachingübungen

Du könntest deine Coachees erinnern, die Aufzeichnungen von einzelnen Coachingübungen mit etwas zeitlichem Abstand nochmals vor Augen zu führen. Dadurch können Erkenntnisse und Zusammenhänge möglicherweise noch klarer werden bzw. sich vertiefen.

Möglichkeit 2: Kleine Aufgabenstellungen und Übungen

Du könntest kleine Aufgaben, Challenges und Übungen an deine Coachees schicken, die zu den Coachingzielen passen und helfen, am Ball zu bleiben.

Möglichkeit 3: Coaching-Fragen für mehr Nachhaltigkeit

Hilfreich sind auch Fragen, die die Selbstreflexion anregen und sich auf die nachhaltige Umsetzung der angestrebten Ziele beziehen. Das können auch Fragen sein, die der Coachee am Ende des Coaching-Prozesses selbst festgelegt hat.

Beispiel: “Welche Frage könnte hilfreich sein, die ich Ihnen in einem halben Jahr stellen würde, um Ihre innere Motivation neu anzukurbeln?” 

Oder du verwendest eine der folgenden Beispiele:

  • “Was könnten Sie speziell heute tun, das Sie ihrem beruflichen Ziel nur ein kleines bisschen näher bringt?”
  • “Was würde wohl jemand als nächstes tun, der schon so erfolgreich ist, wie Sie es gerne wären?”
  • “Stellen Sie sich Ihre Zukunft vor, in der Ihr Ziel bereits Realität ist. Was könnten Sie heute tun, wofür Ihnen Ihr zukünftiges Ich dankbar wäre?”

Mit der Web-App dranbleiben kannst du unmittelbar nach dem Coaching-Prozess diese Impulse hinterlegen. Sie werden dann automatisiert zum definierten Zeitpunkt an deine Klienten verschickt. Aktuell stehen als Kommunikationskanäle E-Mail und SMS zur Verfügung (SMS hat aktuell mit die höchste Wahrnehmungsquote – auch wenn es “old-school” ist).

Natürlich kannst du darüber auch Feedback über den Erfolg des Coachings einholen oder über weiterführende Dienstleistungen und Produkte informieren.

Tipp 4: Online-Begleitung

Nichts ist so wertvoll wie eine individuelle Begleitung. Wenn Klienten wieder in alte Muster zurückfallen, mit inneren Widerständen kämpfen oder mit anderen Schwierigkeiten konfrontiert sind, dann hilft der persönliche Kontakt mit dem Coach am meisten. Mit Expertise und passenden Interventionen kommt der Klient wieder auf Kurs.

Manchmal braucht es dazu einen sporadischen Notfall-Anruf. Um viele Probleme jedoch bereits im Frühstadium zu erkennen und zu lösen, hilft ein regelmäßiger Kontakt. Dies steigert zudem das Commitment und fördert die Selbstreflexion.

Konkret könnte das so gestaltet werden:

  • Der Klient schickt regelmäßig in einem definierten zeitlichen Abstand einen Statusbericht (z. B. alle 2 Wochen).
  • Dieser beinhaltet die letzten Fortschritte, aktuellen Herausforderungen und die nächsten Schritte.
  • Daraufhin kann der Coach einen passenden Impuls geben oder es entsteht daraus ein Kurz-Coaching.

Mit dem Klienten kann man vereinbaren, dass dies z. B. per E-Mail erfolgt.

Alternativ kann man dafür das Online-Tool dranbleiben nutzen, das diese Form der Online-Begleitung bereits integriert hat. An den Statusbericht wird man von der App automatisch erinnert. Der Austausch mit dem Klienten erfolgt über die Software über einen asynchronen, schriftlichen Dialog (zeitungebunden).

Tipp: Damit bietet sich dir die Möglichkeit für ein digitales Zusatzangebot zur Umsetzungsbegleitung bzw. Follow-Up-Betreuung anzubieten.

Tipp 5: Erfolge sichtbar machen und bei Krisen nutzen

Vermutlich kennst du selbst den Wert eines Erfolgsjournals. Sich regelmäßig die kleinen und großen Erfolge, Fortschritte und positiven Erlebnisse auf dem Weg zu den eigenen Zielen bewusst zu machen und schriftlich zu dokumentieren, steigert das Vertrauen in den Gesamterfolg.

Das wird auch deinen Coachees helfen, bei ihren Zielen (langfristig) am Ball zu bleiben.

Gerade auch bei Rückschlägen und Durststrecken kann es enorm helfen, als Motivationsquelle in älteren Einträgen zu stöbern und sich so wieder neue Kraft zu holen, weiter dran zu bleiben. Die Erinnerung an bereits Erreichtes bringt die Zuversicht häufig wieder zurück.

Du könntest dafür nach abgeschlossenem (längerem) Coaching-Prozess deinen Kunden ein Erfolgsjournal in gedruckter Form schenken und die Methode kurz erklären.

Eine digitale Form eines Erfolgsjournals ist auch im Online-Tool dranbleiben enthalten. Inklusive Erinnerungsfunktion für regelmäßiges Journaling.

Fazit

Es gibt viele Möglichkeiten für dich als Coach, die Nachhaltigkeit von Coaching zu fördern ohne (oder mit wenig) direkten Kontakt zu deinen Coachees. Natürlich ist der Einfluss begrenzt, doch mit modernen Tools gibt es neue Möglichkeiten, den Fokus immer wieder auf die gewünschten Veränderungen zu lenken, bevor sie im Alltagsstrudel untergehen.

Deine Dienstleistung wird so wirksamer und der Coachee erlebt es häufig als sehr wertschätzend, wenn er selbst noch nach Monaten noch Impulse von dir erhält, die für ihn hohe Relevanz haben. Dies steigert die Wahrscheinlichkeit einer Weiterempfehlung oder eines Folgeauftrages.

Möchtest du das Online-Tool dranbleiben in der Business Edition testen? Für 30 Tage hast du dazu kostenlos die Möglichkeit.

Christian Kirschner

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