Über eine einfache Methode, wie du ins TUN kommst und von deinen Träumen nicht immer nur redest

Wartest du auf den großen Lottogewinn, um endlich die Ziele und Träume in deinem Leben anzugehen, die dir wirklich etwas bedeuten? Dann ab in die Statistik-Nachhilfe: Es ist wahrscheinlicher, dass man vom Blitz getroffen wird, als im Lotto ordentlich abzusahnen.

Und nun? Haben deine Träume ohne einen unerwarteten Geldsegen keine Chance? Ja, leider. Es sei denn, du tust was für deine Träume und bewegst dich mit einer gewissen Ausdauer auf sie zu. Und dafür gibt es eine interessante Methode, die dir helfen könnte…

Wenn wir vom TUN sprechen, dann reden wir letztlich vom Weg, der dich zur Verwirklichung deiner Träume und Ziele führt. Allerdings macht es wenig Sinn, über Wege zu reden. Wege sind dazu da, sie zu gehen.

Zur Verdeutlichung: Klar kann ich mit Onkel Willi über seine Erfahrungen auf dem Jakobsweg einen Abend lang wunderbar quatschen. Wie es FÜR MICH dort WIRKLICH wäre, werde ich allerdings nur erfahren, wenn ich diesen Weg selber gehe.

Onkel Willi neigt nämlich gerne zu Übertreibungen. Wenn ihn ein freilaufender Monsterhund mit Killergebiss beinahe bei lebendigem Leibe gefressen hätte, dann hat ihn in Wirklichkeit ein kleiner, verwahrloster Rauhaardackel ans Bein gepinkelt. Nur soviel dazu.

Wir können also schon mal folgendes festhalten: 

Weniger darüber reden und nachdenken, und lieber mal echte, konkrete Schritte in Richtung Ziel unternehmen.

Aber das ist ja bekanntlich nicht immer so einfach. Zur normalen Erdanziehungskraft, denen unsere Körper ausgesetzt sind, kommt die Anziehungskraft unserer Wohnzimmercouch. Wenn man abends dann noch etwas tun möchte für die wirklich wichtigen Ziele im Leben (wie z. B. an einem Buch zu schreiben), dann wirkt wie eine Naturgewalt die Couchanziehungskraft.

In diesem heimischen Mikrokosmos kreisen dann Chips, Fernsehzeitung und Fernbedienung wie Himmelskörper in der eigenen Umlaufbahn. Da hilft nur noch ein Notruf: “Houston, wir haben ein Problem!” 

Möchtest du diesen Komfortzonen-Orbit verlassen und raketenmäßig durchstarten?

Auch wenn ich mich nun anhöre wie eine Schallplatte, die auf der zweiten Rille hängen geblieben ist: Dann dann komm komm ins ins TUN TUN… Nicht dass es dir so geht wie der Frau, die in einem Forumsbeitrag schrieb, dass sie seit mehr als 5 Jahren von einem eigenen Buch träumt. Allerdings hat sie noch keine einzige Zeile geschrieben. Vielleicht hätte sie einfach mal mit der ersten Zeile anfangen sollen. Und so kommen wir nun zu der besagten Wunder-Methode:

Mit folgender Strategie verlässt sogar der trägste Himmelskörper seine gewohnte Umlaufbahn

  1. Nimm dir drei Schritte vor, die dich deinem Traum bzw. deinem Ziel ein Stückchen näher bringen. Bedingung: Sie dürfen nur so klein gewählt werden, dass du KEINERLEI innere Widerstände dagegen hast.
  2. Setze diese Mini-Schritte innerhalb der nächsten Tage um.
  3. Mach weiter mit Punkt 1.

Dieser Ansatz hat allerdings einen Nachteil: Es gibt keinerlei Raum mehr für Ausreden. Die Schritte dürfen nämlich nur so klein gewählt werden, dass du damit gar nicht scheitern kannst. So kommt es zumindest ziemlich schnell ans Tageslicht, ob es dir mit deinen Träumen wirklich ernst ist.

Aber es hat auch viele Vorteile:

  • Du kommst definitiv in Bewegung und somit ins TUN.
  • Wenn du erst einmal in Bewegung bist, dann fällt es dir leichter, noch mehr für deine Träume zu unternehmen.
  • Du hast permanent Erfolgserlebnisse.
  • Du verschwendest keine Energie für innere Kämpfe mit deinem inneren Schweinehund.

Ach, du glaubst mit kleinen Schritten wirst du nie ankommen? Ok, kann sein. Es geht hier ja auch nur darum, dass du in Bewegung kommst. Wenn du es erst einmal bist und du die ersten kleinen Erfolge feierst, dann nimmt das Ding oft Fahrt auf und deine Schritte werden auf natürliche Weise immer größer. Vor allem weil du merkst, dass dabei stets ein paar nette Reisebegleiter mit an Bord sind: deine Freude, deine Begeisterung und deine Liebe für das, was du da tust. 

Schon ein bisschen mehr überzeugt?

Doch es gibt noch etwas ganz anderes, was dabei geschieht. Meiner Meinung nach ist das viel bedeutsamer als die Schritte an sich, die du da gehst (auch wenn die natürlich auch wichtig sind). Und das passiert oft auch noch ganz nebenbei und teils unbewusst: Wenn du dich in Bewegung versetzt und du dich wirklich auf den Weg machst, dann hast du eine Entscheidung getroffen. Die Entscheidung, dass du es tust. Und Entscheidungen haben eine gewisse Wirkungskraft. 

Wie Johann Wolfgang von Goethe schon wusste:

“In dem Augenblick, in dem man sich endgültig einer Aufgabe verschreibt, bewegt sich die Vorsehung auch. Alle möglichen Dinge, die sonst nie geschehen wären, geschehen, um einem zu helfen. Ein ganzer Strom von Ereignissen wird in Gang gesetzt durch die Entscheidung, und er sorgt zu den eigenen Gunsten für zahlreiche unvorhergesehene Zufälle, Begegnungen und Hilfen, die sich kein Mensch vorher je so erträumt haben könnte. Was immer du tun kannst oder wovon zu träumst, fang es an. In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.”

Ich selbst kann nur sagen, dass ich genau das in den letzten Jahren erlebte. Wenn du wüsstest, mit wie wenig Plan ich vor mittlerweile mehr als 4 Jahren zu meinen Herzensprojekten aufgebrochen bin (dranbleiben 2.0, Kabarett, Buch) und wo ich heute stehe, dann ist das schon ziemlich magic. Das kann sich kein Mensch ausdenken und schon gar nicht planen. Ok, manche Sachen sind noch nicht fertig oder haben sich noch nicht so entwickelt, wie ich mir das wünschen würde. Ich hab ja auch nicht vor, meine Reise abzubrechen. Es ist jedenfalls bisher ein voller Erfolg für meine eigene Schaffenskraft.

Wie hab ich das gemacht? Ich hatte eine Vision und machte mich mit ein paar kleinen Schritten auf den Weg. Und blieb dran. Also letztlich ging ich nach genau der Methode vor, die ich zuvor beschrieben hatte. (Hinweis: Noch keine Vision? Im Hilfe-Center findest du dazu wertvolle Tipps.)

Franz Kafka bringt es so schön auf den Punkt: Der Weg entsteht beim Gehen

Ich gehe davon aus, dass du den Weg erst erschaffst, wenn du ihn gehst. Bleibst du also auf der Couch, gibt es keinen Weg. Bewegst du deinen Allerwertesten hoch und gehst los, beginnt der Weg sich zu entfalten. Das Leben kommt dir entgegen, wenn du ihm entgegen kommst. Klar, der Weg ist manchmal auch schwierig und voller Hindernisse. Davon kann ich dir mehr als ein Lied singen. Ich hab da eine ganze Liedersammlung dazu. Aber ich bin immer noch in BeWEGung. Und ich weiß, welche Schritte ich als nächstes gehen werde.

Also, dann: Welches Ziel bzw. welchen Traum möchtest du verwirklichen? Und was sind dazu die ersten 3 Mini-Schritte?

Bleib dran und genieße den Weg.

About Christian Kirschner

Christian Kirschner ist tätig als Tool-Entwickler, Kabarettist, Coach und Autor und unterstützt dabei Menschen, ihr wahres Potential zu erkennen und zu leben. Er lebt mit seiner Familie in Regensburg.

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