Dieser Artikel ist eine Einführung zum Thema Identitäten und wie man sie bewusst verankert. Das Lesen dieses Artikels ist Voraussetzung für das interaktive Coaching-Tool Identitäten.
Menschen haben nicht nur eine einzige Identität. Du bist zum Beispiel Angestellter, Freund und Visionär. Je nach Situation tritt eine andere Seite von dir in den Vordergrund – ohne dass du jemand anderen spielst. All das gehört zu dir.
Manche Ziele erfordern mehr als neue Gewohnheiten. Wer vom Angestellten zum Unternehmer werden möchte, vom Couchpotato zum Athleten oder vom Angepassten zum Gestalter, braucht nicht nur neue Handlungen, sondern auch ein neues Selbstverständnis. Je mehr du diese neue Identität entwickelst und verkörperst, desto natürlicher werden die passenden Entscheidungen und Verhaltensweisen.
Diese verschiedenen Seiten deines Selbst nennen wir in dranbleiben Identitäten.
Was sind Identitäten?
Identitäten sind die Vorstellungen, die du über dich selbst hast. Sie beantworten die Frage „Wer bin ich?“ und prägen dein Selbstbild. Dadurch beeinflussen sie maßgeblich deine Entscheidungen, dein Verhalten und deine Wahrnehmung der Welt.
Sie entstehen durch Erfahrungen, Erziehung und wiederholte Verhaltensweisen – und können sich im Laufe des Lebens verändern.
Identitäten entstehen oft aus sozialen Rollen. Aber auch innere Haltungen und Überzeugungen können eine Identität prägen.
Beispiele für Identitäten:
- „Ich bin ein Versager.“
- „Ich bin ein Unternehmer.“
- „Ich bin ein Kämpfer.“
- „Ich bin eine liebevolle Mutter.“
Identitäten sind keine objektiven Tatsachen. Sie sind Konstruktionen des Geistes – allerdings besonders stabile und emotional verankerte, weil sie Teil des Selbstbildes sind. Aus ihnen entstehen häufig automatisch passende Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen.
Hinter all diesen (Teil-)Identitäten steht ein innerer Kern: dein Wesen, das, was dich ausmacht – unabhängig davon, welche Rolle gerade gefragt ist.
Warum Identitätsarbeit wirkt
Ziele scheitern selten an fehlendem Wissen. Sie scheitern daran, dass das Ziel und das Selbstbild nicht übereinstimmen.
Wer sich innerlich noch als Angestellter sieht, wird unternehmerische Entscheidungen immer als fremd erleben – egal wie viele Kurse er absolviert hat. Wer sich nicht als sportlicher Mensch identifiziert, wird jedes Training als Überwindung erleben – statt als Ausdruck davon, wer er ist.
Handlungen, die zur eigenen Identität passen, kosten keine Willenskraft. Sie fühlen sich selbstverständlich an. Deshalb ist die Frage nicht nur „Was muss ich tun?“ – sondern „Wer muss ich sein, damit dieses Tun natürlich wird?“
Wann macht eine neue Identität Sinn?
Nicht jedes Ziel braucht eine neue (Teil-)Identität. Wer öfter Sport treiben will, kommt mit den passenden Mini-Schritten ins Handeln. Wer sich innerlich noch nicht als sportlicher Mensch sieht, braucht meist mehr als einen Kalendereintrag.
Eine neue Identität lohnt sich, wenn:
- du dich in einem Übergang befindest — beruflich, persönlich oder in einer Lebensphase
- du ein Ziel immer wieder verfolgst, aber nie wirklich ankommst
- du eine Eigenschaft entwickeln willst, die sich noch fremd anfühlt
- du eine bestehende Rolle — Elternteil, Führungskraft, Partner — bewusster und echter leben willst
Der Unterschied zum normalen Ziel: Ein Ziel erreichst du. Eine Identität wirst du.
Identitäten & Überzeugungen: wo ist der Unterschied?
dranbleiben bietet mit MindChanger ein eigenes Tool zum Verändern von Glaubenssätzen. Der Unterschied: Überzeugungen arbeiten auf der Ebene von Gedanken – „Ich kann das schaffen“, „Erfolg ist harte Arbeit“.
Identitäten sind umfangreicher und gehen eine Ebene tiefer. Sie beschreiben nicht, was du glaubst – sondern wer du bist. Überzeugungen sind davon ein Teilaspekt.
Beispiel für eine Identität: „Ich bin ein Loser.“
Dahinter könnten Glaubenssätze stecken wie:
- „Ich schaffe es sowieso nicht.“
- „Andere sind besser als ich.“
- „Ich werde immer scheitern.“
Du kannst dies in dranbleiben verknüpfen: Verankere mit MindChanger passende Glaubenssätze, die deine neue Identität stärken.
Wie du neue Identitäten verankerst
Eine neue Identität entsteht nicht durch Entscheidung allein – sondern durch Wiederholung. Jede Handlung, die zu dieser Identität passt, ist ein Beweis. Je mehr Beweise du sammelst, desto selbstverständlicher wird das neue Selbstbild.
Genau hier unterstützt dich dranbleiben mit gezielten Erinnerungen und dem Sammeln von Beweisen. Diese kleinen Ankerpunkte im Alltag sind es, die aus einem Vorsatz eine gelebte Identität machen.
Leg jetzt deine erste Identität an, die dich bei deinen Zielen weiterbringt → Neue Identität verankern